Verglühende Satelliten: Schaden Megakonstellationen der Ozonschicht?

Der Deutschlandfunk stellte die Ergebnisse zur Auswirkung von Stickoxiden aus verglühendem Weltraummüll auf die mittlere und obere Atmosphäre des Forschungsnetzes mit einer ergänzenden Studie über Aluminium aus Weltraummüll von der University of Southern California vor.

26.07.2024

Weltraummüll ist ein großes Problem für die Sicherheit im Weltraum. In diesem Zusammenhang gibt es eine wachsende Norm für die Beseitigung von Weltraummüll durch Wiedereintritt in die Atmosphäre. Die wenigen existierenden Studien einschließlich der Modellierungen des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Earth & Societies“ stimmen darin überein, dass das prognostizierte exponentielle Wachstum von Satelliten in niedriger Umlaufbahn (Low-Earth Orbits, LEO) auf Kosten der Unversehrtheit der mittleren und oberen Atmosphäre gehen könnte, mit möglicherweise unvorhersehbaren Folgen. Wissenschaftler*innen des Forschungsnetzwerks argumentieren, dass für ein nachhaltiges LEO-Management die ‒ wie sie es nennen ‒ bisherige "Atmosphärenblindheit" überwinden werden sollte: das begrenzte Verständnis der Verbindungen zwischen dem Weltraum und dem Erdsystem bei orbitalen Entsorgungspraktiken und deren Auswirkungen auf die Atmosphäre. Ihrer Ansicht nach besteht ein dringender Bedarf, mehr interdisziplinäre Forschung zum Thema De-Orbiting zu betreiben, da es sich dabei nicht nur um ein technisches Umweltproblem handelt, sondern auch um eine inhärent politische Frage der Umweltgerechtigkeit auf planetarer Ebene.

Sie können die Sendung unter folgendem Link anhören: 

https://www.deutschlandfunk.de/vergluehende-sonden-schaden-satellitenschwaerme-der-ozonschicht-dlf-7815c310-100.html 

Weitere Informationen zum Thema: https://doi.org/10.1177/20530196241255088